Kolumne

Ausgabe 122 / April 2014

Zeit des Wandels

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Zehn Jahre Procycling, da kann man schon mal ins Grübeln kommen: Hat sich der Radsport in dieser Zeit eigentlich stark oder wenig verändert? Und ist die Zeit wie im Fluge vergangen oder hatte man das Gefühl, alles würde sich schrecklich langsam hinziehen?

Wahrscheinlich irgendwie beides, immerhin haben wir in den vergangenen Jahren Aufstieg wie Niedergang erlebt. Die Euphorie am Streckenrand der Deutschland Tour in der Anfangsphase von Procycling, sie ist weitgehend verflogen – die Boom-Phase mit drei Topteams und vielen hochkarätigen Rennen ist lange vorbei. Zum Ausgleich haben uns die letzten paar Jahre eine ganze Reihe von Fahrern gebracht, die international Furore machen und garantieren, dass Deutschland als Radsportnation nicht von der Landkarte verschwindet. Und als Ausgleich für die untergegangenen Rennen hierzulande sind viele internationale Wettbewerbe in den Kalender auf-genommen worden, die dafür sorgen, dass bei den Fans des Straßenrad-sports nur noch für wenige Wochen im Jahr so etwas wie Langeweile aufkommt.

Bemerkenswert ist auch, dass viele Akteure, die uns schon vor zehn Jahren beschäftigten, immer noch im Rampenlicht stehen – oder nach etwas stilleren Jahren wieder hineingetreten sind. Das mag all jene freuen, die selbst auf dem Rad sitzen, zeigt es doch, wie lange man diesen Sport ausüben kann, wenn man nur die nötige Konstanz hat. Diese Konstanz haben auch viele unserer Leser bewiesen – etliche Abonnenten der ersten Stunde halten dem Magazin nach wie vor die Treue, wofür wir uns an dieser Stelle einmal ausdrücklich bedanken wollen. Sie, liebe Leserinnen und Leser, sind schließlich der Grund dafür, dass wir uns Monat für Monat ins Zeug legen, einmal abgesehen natürlich von unserer eigenen Radsportbegeisterung.

Dass unsere gemeinsame Leidenschaft wieder einmal auf den großen Kreis der allgemein Sportinteressierten und der Hobbyradsportler überschlägt, ist mein persönlicher Wunsch für die nächste Dekade der Procycling. Wir tun wir alles, um dieses Feuer weiter anzufachen, und vielleicht springt der Funke ja auch mal wieder auf die Mainstream-Medien über. Auch mit dem Status quo lässt sich’s leben – doch noch einmal eine Begeisterung wie zur Jahrtausendwende erleben zu können, wäre schon schön. Mal sehen, was die nächsten Jahre bringen ...

Caspar Gebel
Redaktion

Procycling - Ausgabe 122 / April 2014



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