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Ausgabe 206 / April 2021

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Peter Sagan hat zwei schwere Jahre hinter sich und 2020 nur einmal gewonnen, wenn auch spektakulär mit einer langen Flucht beim Giro. Nach mehr als einer Dekade an der Spitze erzählt er Procycling, warum nur kleine Spannen über Sieg und Niederlage entscheiden.

 
Berufliche Verpflichtungen. Peter Sagans Leben ist voll davon, seit sein Talent als Rennfahrer sein Bild zu einem der begehrtesten im Radsport ge­macht hat. Interviews, Fotoshootings, Veranstal­tungen, unabhängig vom Resultat – Sagan ist im­mer eine Geschichte und sehr oft die Geschichte. Als Sagan 2015 seinen ersten Weltmeistertitel gewann, sagte Marc Madiot, ein großer Verehrer, dass der Slowake ein so großes Talent sei, dass die Ergebnisse nebensächlich seien. „Er hat die enorme Freiheit, nicht gewinnen zu müssen, um zu existieren“, bemerkte der Franzose. Vielleicht, aber für den Betroffenen fühlte es sich nie so an. „Ich muss gewinnen, weil ich mich selbst unter Druck setze“, sagt Sagan. „Es gibt den Druck, für das Team zu gewinnen, aber ich spüre keinen Druck von den Leuten von außen, von dem, was sie denken oder wollen.“

Es ist Januar, und wir erreichen Sagan in sei­nem Hotelzimmer in Peschiera del Garda, wo Bora–hans grohe sich vor 2021 versammelt hat. Die neuen Verpflichtungen werden mehr, und ei­nige Wochen später wird er positiv auf Corona ge­testet, was zumindest den frühen Teil seiner Sai­son 2021 durcheinanderzubringen droht. Aber es ist Zeit, sich zu erinnern, wie er die dringendste Pflicht im vergangenen Oktober erfüllt hat. 
Als das Giro­d’Italia­Peloton zur 10. Etappe in Lanciano antrat, waren 461 Tage vergangen seit Sagans letztem Sieg – eine sehr lange Zeit für ei­nen Fahrer, der einst vier Etappen der Kalifornien­ Rundfahrt in vier Tagen für sich entschied. Nach einem frenetischen Start infiltrierte Sagan die Ausreißergruppe des Tages, aber seine Anwesen­heit stellte eine Gefahr für Arnaud Démares Mag­lia Ciclamino dar, was Madiots Groupama­FDJ zwang, die Verfolgung aufzunehmen. Sagan woll­te schon aufgeben, beschloss dann aber, zu zo­cken. „Ich dachte, wenn ich weitermache, hören sie vielleicht auf, und dann könnte ich sehen, wie sich das Rennen entwickelt“, sagt er, obwohl die Etappe keine Gestalt annahm, sondern sich von einer Gemengelage in die nächste verwandelte. 
Procycling - Ausgabe 206 / April 2021


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in Procycling Ausgabe 206 / April 2021.