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Ausgabe 175 / September 2018

Bewegende Rückkehr

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John Degenkolbs emotionaler „Primetime“-Etappensieg auf dem Pavé von Roubaix beendete zweieinhalb schwere Jahre voller Verletzungen und Krankheiten.

15.07.18 Arras Citadel › Roubaix / 156,5 km, Etappe 9

Ausgerechnet an diesem Tag. John Degenkolbs verzweifelter, erfolgreicher, zähnefletschender Sprint auf der Straße vor dem Velodrom in Roubaix war erlösend und emotional und wurde ihm von niemandem missgönnt. Mark Cavendishs herzliche Glückwünsche für seinen früheren HTC-Teamkollegen fassten die Großzügigkeit des Pelotons gegenüber dem deutschen Fahrer zusammen. Niemand, der Degenkolbs Weg zurück vom Abgrund des fürchterlichen Trainingsunfalls im Januar 2016 verfolgt hat, konnte dem Gefühl ausweichen, dass eine der mit größter Spannung erwarteten Etappen des Jahres einen sehr verdienten – und beliebten – Sieger gefunden hatte. Am 23. Januar, als er bei Calpe trainierte, wurden Degenkolb und fünf Teamkollegen von einer britischen Autofahrerin angefahren. Unter den Verletzungen: ein Teil von Degenkolbs linkem Zeigefinger war praktisch abgetrennt. Sein Teammanager bei Trek-Segafredo, Luca Guercilena, verfolgte seinen Weg zurück von Anfang an. Vom Frühjahr bis Winter 2016 hatte Guercilena ihn aus der Ferne im Blick behalten, weil Degenkolb auf der Wunschliste des Italieners stand. Nachdem er ihn erfolgreich rekrutiert hatte, verfolgte er die Hartnäckigkeit des Deutschen aus nächster Nähe. „Als ich ihn das erste Mal kontaktierte, litt er noch unter den Folgen des Unfalls, aber er war auch sehr motiviert, so schnell wie möglich zurückzukommen“, sagte Guercilena. Im März fuhr der Deutsche an einigen Vormittagen vier Stunden, aß zu Mittag und hatte dann drei Stunden Physiotherapie. Er kehrte im Mai ins Renngeschehen zurück. Nach der Kalifornien-Rundfahrt erklärte er, dass er wegen des Splints, der seinen Zeigefinger ruhigstelle, mit seinem Mittelfinger bremsen und schalten müsse. „Das ist nicht so einfach, vor allem im Sprint, wo du automatisch reagierst“, sagt er.

Degenkolbs Training und seine Rennen brachten seine Form zurück. Seine Entschlossenheit, ein Resultat zu holen und zu beweisen, dass er wieder da ist, zeigte sich bei der Dauphiné. Auf der Etappe nach Tournon-sur-Rhône behindert, ließ Degenkolbs langer, lauter Fluch den Teambus auf dem schattigen Platz an der Rhône erzittern. Sein erster Sieg nach dem Unfall kam beim Arctic Race of Norway, was er als „große Erleichterung“ bezeichnete. „Es hat viel Energie gekostet, fast so viel, wie ein Monument zu gewinnen“, sagte er. Inzwischen war klar, dass Degenkolb zu Trek wechseln würde, und er ging sein Wintertraining mit demselben Elan an, den er auch bei seiner Genesung gezeigt hatte. „Er hatte wieder ein sehr hohes Niveau und war sofort konkurrenzfähig“, bemerkte Guercilena. Bei den Klassikern 2017 war er in den Top Ten bei San Remo, Gent–Wevelgem, Flandern und Roubaix. Doch in der Radsportwelt der Resultate erinnern sich wenige an diese Platzierungen – insbesondere eines Fahrers, der 2015 als erster Athlet seit fast 30 Jahren Roubaix und San Remo im gleichen Jahr gewann. Bei der Tour 2017 überlebte er den Sturz auf Etappe 4, in dessen Folge Mark Cavendish aufgab und Peter Sagan disqualifiziert wurde. Er fuhr den Rest des Rennens mit verletzter Schulter und beendete die Tour mit drei Top-Five-Plätzen, darunter dem sechsten zweiten Platz seiner Karriere. Der kam in Bergerac, wo Marcel Kittel, einst sein langjähriger Teamkollege, ihn geschlagen hatte. „Er ist jetzt auf einem anderen Planeten“, bemerkte Degenkolb.

Im Herbst 2017 konzentrierte er sich auf die Weltmeisterschaft in Bergen. Doch als er sich bei der Vuelta a España darauf vorbereitete, erkrankte er an einer Bronchitis. Er verließ das Rennen, stieg aber zu früh wieder ein. Die Dänemark-Rundfahrt musste er aufgeben. Untersuchungen im Krankenhaus bestätigten eine Lungenentzündung. Im Januar sprach er über den Druck, unter den er sich selbst gesetzt hatte, wieder an die Spitze zu kommen. Es fühlte sich an, als „stünde jemand mit einer Pistole hinter mit“, sagte er. Zwei Siege bei der Mallorca Challenge waren große Pluspunkte, doch die Rückschläge gingen weiter. Es war ein Schritt nach vorn, ein Schritt zurück. „Das Schlimmste in diesem Jahr war, dass er im Januar wieder auf höchstem Niveau fuhr, dann aber im März die Bronchitis bekam“, erinnert sich Guercilena. Die Erkrankung, wegen der er Paris–Nizza aufgeben musste, machte ihm praktisch einen Strich durch die Klassiker. „Dann stürzte er bei Roubaix und knallte aufs Knie. Da habe ich gesehen, dass es wirklich schwer für ihn war, damit umzugehen. Es war eine Verletzung, die ihn zehn Tage hätte beschäftigen sollen, aber es dauerte ein Monat, wie sich herausstellte.“ Guercilena bemerkte, wie die Spannung sich in seinem Kapitän für die Kopfsteinpflaster-Klassiker aufbaute. Während er die Herausforderung erst mit wilder Entschlossenheit angenommen hatte, ließ Degenkolb sich jetzt von Rückschlägen entmutigen. Bei der Tour de Suisse kämpfte er um einen Platz für die Tour. 

Willkommen zur Primetime
Degenkolb schaffte es ins Team – und das in guter Form. Am Start der 9. Etappe hatte er fünf Top-Ten-Plätze zu Buche stehen. Tag neun nach Roubaix brach heiß und staubig an. Der Tag war voller Dramen, doch das meiste davon trugen Stürze bei. Im Laufe des Rennens kam es zwischen den Klassementfahrern zu einem unbehaglichen Waffenstillstand. Selbst hartnäckige Agitatoren wie Vincenzo Nibali blieben weitgehend passiv. Einige Fahrer sagten, sie hätten den Wind seit Wochen beobachtet, doch letztendlich hätten sie sich die Mühe nicht machen müssen: Er blies ihnen stramm ins Gesicht. Erst auf dem vorletzten Pavé-Abschnitt in Camphin-en-Pévèle konnte Yves Lampaert tatsächlich eine nennenswerte Lücke reißen, die seine Klassiker-Spezialisten-Kollegen Degenkolb und Greg Van Avermaet schnell weiter öffneten. Die drei arbeiteten gut zusammen, während die Nachführarbeit durch die Anwesenheit der Klassementfahrer verlangsamt wurde. Überzogen von einer feinen Schicht aus Schweiß und Staub, schaffte es das Trio mit einem Vorsprung ins Ziel, der zu einem kribbeligen, nervösen Sprint einlud. Degenkolb, der alles von vorne fuhr, hatte keine andere Wahl, als nahe an der Absperrung zu bleiben und über die Schulter zurückzublicken. Eine Finte und eine Parade, und er eröffnete den Sprint mit seinem wackelnden Stil. Aber der hier, dieser Sieg, gehörte ihm. Einen Triumph des Willens nannten es einige Zeitungen in Deutschland.
Alles, was vorher gewesen war, die Kämpfe und die Rückschläge, fielen von ihm ab in einem Moment der „puren Freude“, wie er sagte. Als die Kameras auf ihn gerichtet waren, verdrückte er Tränen, die den Staub wegspülten. In der modernen, überdachten Radrennbahn von Roubaix sagte er: „So viel Druck ist jetzt von meinen Schultern gefallen.“ Er widmete den Sieg und seine Beharrlichkeit im vorausgegangenen Winter Jörg, einem Freund seines Vaters, der Ende des letzten Jahres nach einem Arbeitsunfall gestorben war. „Er hat mich immer unterstützt, als ich mit dem Radsport angefangen habe. Von Anfang an hat er uns geholfen und war bei jedem Rennen in Europa dabei. Er war immer da.“

Nach dem Charterflug von Nordfrankreich nach Annecy in den Alpen, wo Degenkolb seine Frau und Kinder in die Arme nahm, wurde ihm die Größe seines Sieges bewusst. Auf der Pressekonferenz des Teams am Ruhetag, 24 Stunden nach dem Sieg, trat an die Stelle der puren Emotionen etwas mehr Besonnenheit. In seiner ruhigen, zuversichtlichen, kieseligen Stimme sagte er: „Es war Primetime. Es war Sonntag, es war eine Kopfsteinpflaster-Etappe, die jeder guckt, und es war kurz vor dem Endspiel der Fußball-WM. Es gab nicht viele Leute, die nicht zuschauten.“ Dabei lächelte er. Später, als die deutschen Journalisten ihn nach weiteren Einzelheiten der Geschichte eines Tages fragten, an dem der Kampf um die Gesamtwertung zurücktrat hinter der emotionalen Reaktion des Siegers, stellte sein Freund und Teamkollege Koen de Kort fest: „Ich weiß nicht, ob man es Comeback nennen kann. Er ist schon eine Weile wieder da, er hatte einfach nur nicht diesen großen Sieg. Er war nahe dran. Aber es ist nicht untypisch für John, hinzugehen und das Größte zu gewinnen.“

Weiterlesen? Die Hintergrundberichte zu den restlichen 20 Etappen der Tour de France 2018 finden Sie in Procycling 09/18.

15.07.18 Arras Citadel › Roubaix / 156,5 km, Etappe 9

Ausgerechnet an diesem Tag. John Degenkolbs verzweifelter, erfolgreicher, zähnefletschender Sprint auf der Straße vor dem Velodrom in Roubaix war erlösend und emotional und wurde ihm von niemandem missgönnt. Mark Cavendishs herzliche Glückwünsche für seinen früheren HTC-Teamkollegen fassten die Großzügigkeit des Pelotons gegenüber dem deutschen Fahrer zusammen. Niemand, der Degenkolbs Weg zurück vom Abgrund des fürchterlichen Trainingsunfalls im Januar 2016 verfolgt hat, konnte dem Gefühl ausweichen, dass eine der mit größter Spannung erwarteten Etappen des Jahres einen sehr verdienten – und beliebten – Sieger gefunden hatte. Am 23. Januar, als er bei Calpe trainierte, wurden Degenkolb und fünf Teamkollegen von einer britischen Autofahrerin angefahren. Unter den Verletzungen: ein Teil von Degenkolbs linkem Zeigefinger war praktisch abgetrennt. Sein Teammanager bei Trek-Segafredo, Luca Guercilena, verfolgte seinen Weg zurück von Anfang an. Vom Frühjahr bis Winter 2016 hatte Guercilena ihn aus der Ferne im Blick behalten, weil Degenkolb auf der Wunschliste des Italieners stand. Nachdem er ihn erfolgreich rekrutiert hatte, verfolgte er die Hartnäckigkeit des Deutschen aus nächster Nähe. „Als ich ihn das erste Mal kontaktierte, litt er noch unter den Folgen des Unfalls, aber er war auch sehr motiviert, so schnell wie möglich zurückzukommen“, sagte Guercilena. Im März fuhr der Deutsche an einigen Vormittagen vier Stunden, aß zu Mittag und hatte dann drei Stunden Physiotherapie. Er kehrte im Mai ins Renngeschehen zurück. Nach der Kalifornien-Rundfahrt erklärte er, dass er wegen des Splints, der seinen Zeigefinger ruhigstelle, mit seinem Mittelfinger bremsen und schalten müsse. „Das ist nicht so einfach, vor allem im Sprint, wo du automatisch reagierst“, sagt er.

Degenkolbs Training und seine Rennen brachten seine Form zurück. Seine Entschlossenheit, ein Resultat zu holen und zu beweisen, dass er wieder da ist, zeigte sich bei der Dauphiné. Auf der Etappe nach Tournon-sur-Rhône behindert, ließ Degenkolbs langer, lauter Fluch den Teambus auf dem schattigen Platz an der Rhône erzittern. Sein erster Sieg nach dem Unfall kam beim Arctic Race of Norway, was er als „große Erleichterung“ bezeichnete. „Es hat viel Energie gekostet, fast so viel, wie ein Monument zu gewinnen“, sagte er. Inzwischen war klar, dass Degenkolb zu Trek wechseln würde, und er ging sein Wintertraining mit demselben Elan an, den er auch bei seiner Genesung gezeigt hatte. „Er hatte wieder ein sehr hohes Niveau und war sofort konkurrenzfähig“, bemerkte Guercilena. Bei den Klassikern 2017 war er in den Top Ten bei San Remo, Gent–Wevelgem, Flandern und Roubaix. Doch in der Radsportwelt der Resultate erinnern sich wenige an diese Platzierungen – insbesondere eines Fahrers, der 2015 als erster Athlet seit fast 30 Jahren Roubaix und San Remo im gleichen Jahr gewann. Bei der Tour 2017 überlebte er den Sturz auf Etappe 4, in dessen Folge Mark Cavendish aufgab und Peter Sagan disqualifiziert wurde. Er fuhr den Rest des Rennens mit verletzter Schulter und beendete die Tour mit drei Top-Five-Plätzen, darunter dem sechsten zweiten Platz seiner Karriere. Der kam in Bergerac, wo Marcel Kittel, einst sein langjähriger Teamkollege, ihn geschlagen hatte. „Er ist jetzt auf einem anderen Planeten“, bemerkte Degenkolb.

Im Herbst 2017 konzentrierte er sich auf die Weltmeisterschaft in Bergen. Doch als er sich bei der Vuelta a España darauf vorbereitete, erkrankte er an einer Bronchitis. Er verließ das Rennen, stieg aber zu früh wieder ein. Die Dänemark-Rundfahrt musste er aufgeben. Untersuchungen im Krankenhaus bestätigten eine Lungenentzündung. Im Januar sprach er über den Druck, unter den er sich selbst gesetzt hatte, wieder an die Spitze zu kommen. Es fühlte sich an, als „stünde jemand mit einer Pistole hinter mit“, sagte er. Zwei Siege bei der Mallorca Challenge waren große Pluspunkte, doch die Rückschläge gingen weiter. Es war ein Schritt nach vorn, ein Schritt zurück. „Das Schlimmste in diesem Jahr war, dass er im Januar wieder auf höchstem Niveau fuhr, dann aber im März die Bronchitis bekam“, erinnert sich Guercilena. Die Erkrankung, wegen der er Paris–Nizza aufgeben musste, machte ihm praktisch einen Strich durch die Klassiker. „Dann stürzte er bei Roubaix und knallte aufs Knie. Da habe ich gesehen, dass es wirklich schwer für ihn war, damit umzugehen. Es war eine Verletzung, die ihn zehn Tage hätte beschäftigen sollen, aber es dauerte ein Monat, wie sich herausstellte.“ Guercilena bemerkte, wie die Spannung sich in seinem Kapitän für die Kopfsteinpflaster-Klassiker aufbaute. Während er die Herausforderung erst mit wilder Entschlossenheit angenommen hatte, ließ Degenkolb sich jetzt von Rückschlägen entmutigen. Bei der Tour de Suisse kämpfte er um einen Platz für die Tour. 

Willkommen zur Primetime
Degenkolb schaffte es ins Team – und das in guter Form. Am Start der 9. Etappe hatte er fünf Top-Ten-Plätze zu Buche stehen. Tag neun nach Roubaix brach heiß und staubig an. Der Tag war voller Dramen, doch das meiste davon trugen Stürze bei. Im Laufe des Rennens kam es zwischen den Klassementfahrern zu einem unbehaglichen Waffenstillstand. Selbst hartnäckige Agitatoren wie Vincenzo Nibali blieben weitgehend passiv. Einige Fahrer sagten, sie hätten den Wind seit Wochen beobachtet, doch letztendlich hätten sie sich die Mühe nicht machen müssen: Er blies ihnen stramm ins Gesicht. Erst auf dem vorletzten Pavé-Abschnitt in Camphin-en-Pévèle konnte Yves Lampaert tatsächlich eine nennenswerte Lücke reißen, die seine Klassiker-Spezialisten-Kollegen Degenkolb und Greg Van Avermaet schnell weiter öffneten. Die drei arbeiteten gut zusammen, während die Nachführarbeit durch die Anwesenheit der Klassementfahrer verlangsamt wurde. Überzogen von einer feinen Schicht aus Schweiß und Staub, schaffte es das Trio mit einem Vorsprung ins Ziel, der zu einem kribbeligen, nervösen Sprint einlud. Degenkolb, der alles von vorne fuhr, hatte keine andere Wahl, als nahe an der Absperrung zu bleiben und über die Schulter zurückzublicken. Eine Finte und eine Parade, und er eröffnete den Sprint mit seinem wackelnden Stil. Aber der hier, dieser Sieg, gehörte ihm. Einen Triumph des Willens nannten es einige Zeitungen in Deutschland.
Alles, was vorher gewesen war, die Kämpfe und die Rückschläge, fielen von ihm ab in einem Moment der „puren Freude“, wie er sagte. Als die Kameras auf ihn gerichtet waren, verdrückte er Tränen, die den Staub wegspülten. In der modernen, überdachten Radrennbahn von Roubaix sagte er: „So viel Druck ist jetzt von meinen Schultern gefallen.“ Er widmete den Sieg und seine Beharrlichkeit im vorausgegangenen Winter Jörg, einem Freund seines Vaters, der Ende des letzten Jahres nach einem Arbeitsunfall gestorben war. „Er hat mich immer unterstützt, als ich mit dem Radsport angefangen habe. Von Anfang an hat er uns geholfen und war bei jedem Rennen in Europa dabei. Er war immer da.“

Nach dem Charterflug von Nordfrankreich nach Annecy in den Alpen, wo Degenkolb seine Frau und Kinder in die Arme nahm, wurde ihm die Größe seines Sieges bewusst. Auf der Pressekonferenz des Teams am Ruhetag, 24 Stunden nach dem Sieg, trat an die Stelle der puren Emotionen etwas mehr Besonnenheit. In seiner ruhigen, zuversichtlichen, kieseligen Stimme sagte er: „Es war Primetime. Es war Sonntag, es war eine Kopfsteinpflaster-Etappe, die jeder guckt, und es war kurz vor dem Endspiel der Fußball-WM. Es gab nicht viele Leute, die nicht zuschauten.“ Dabei lächelte er. Später, als die deutschen Journalisten ihn nach weiteren Einzelheiten der Geschichte eines Tages fragten, an dem der Kampf um die Gesamtwertung zurücktrat hinter der emotionalen Reaktion des Siegers, stellte sein Freund und Teamkollege Koen de Kort fest: „Ich weiß nicht, ob man es Comeback nennen kann. Er ist schon eine Weile wieder da, er hatte einfach nur nicht diesen großen Sieg. Er war nahe dran. Aber es ist nicht untypisch für John, hinzugehen und das Größte zu gewinnen.“

Weiterlesen? Die Hintergrundberichte zu den restlichen 20 Etappen der Tour de France 2018 finden Sie in Procycling 09/18.

Procycling - Ausgabe 175 / September 2018



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Reportagen und Tests finden Sie
in der Procycling Ausgabe 175 / September 2018.