Kolumne

Ausgabe 123 / Mai 2014

Die Geburt eines Stars

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Im Mai 2010 hatte ich das Vergnügen, für einige Tage die Tour of California besuchen zu dürfen. Bei meiner Ankunft fiel unter Journalistenkollegen auffallend oft der Name Peter Sagan.

Zum Zeitpunkt meines Eintreffens hatte der Slowake bereits die fünfte Etappe von Visalia nach Bakersfield im Sprint für sich entschieden. Einen Tag später stand die Königsetappe von Palmdale nach Big Bear Lake auf dem Programm. Sagan konnte auf dem bergigen Terrain mit den Favoriten Michael Rogers, Levi Leipheimer und David Zabriskie mithalten und fuhr auch bei diesem Abschnitt als Erster über den Zielstrich. Damit war klar: Mit ihm wird in Zukunft zu rechnen sein.

Vier Jahre später hat sich Peter Sagan im Peloton auf hohem Level etabliert. Nach seinen beiden Grünen Trikots bei der Tour de France 2012 und 2013 rechneten viele Fachleute in diesem Jahr mit dem nächsten Karriereschritt: dem ersten Sieg bei einem Monument. Auch wenn ihm in diesem Frühjahr der ganz große Triumph verwehrt blieb – es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis er bei einem der großen Eintagesklassiker oben auf dem Podest steht. In unserem Interview gab sich der Slowake diesbezüglich gelassen und schaute ebenso entspannt wie zuversichtlich in die Zukunft.

Dazu hat auch John Degenkolb allen Grund. Nach seinem Sieg bei Gent – Wevelgem und viel Pech bei Mailand – San Remo fuhr er in der Hölle des Nordens bei Paris – Roubaix ein grandioses Rennen und musste sich am Ende nur Niki Terpstra geschlagen geben. Ähnlich alt wie Peter Sagan, können sich Radsport-Fans in den kommenden Jahren auf zahlreiche spannende Duelle dieser beiden Giganten in spe freuen.
 
Viel Spaß beim Lesen dieser Ausgabe!
 
Chris Hauke
Redaktion
 

Procycling - Ausgabe 123 / Mai 2014



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